Skip to main content Scroll Top
Martinsholzerstr. 17a, 82335 Berg

Besuch des Museums Wolfratshausen Mittwoch, 21. Januar 2026

Der Museumsbesuch lockte 26 Senioren, denn Heimatkunde interessiert alle. Herr Gallwitzer führte uns mit Humor gespickt in die Wolfratshauser Geschichte ein. Urkundlich erwähnt wurde der Flecken schon 1003 und blickt somit auf eine mehr als eine tausendjährige Geschichte zurück.

Jahrhundertelang bedeutete die Flößerei die Existenzgrundlage vieler Bürger. Die reiche und einflussreiche Flößerzunft mit ihrer Uniform und den Fahnen zeugen bis heute von der damaligen Bedeutung. Seit dem 13. Jahrhundert ist Wolfratshausen Sitz eines Landgerichts, damals mit der Burg der Wittelsbacher. Das Hoheitsgebiet des damaligen Richters reichte vom heutigen Norden von München bis zu den Alpen. Auch Todesurteile wurden gesprochen und vollstreckt. Am 7. April 1734 zerstörte die Explosion von mehr als 17 Tonnen Pulver nach einem Blitzeinschlag in den Pulverturm die Burg. Die Steine der Ruine wurden zum Bau der Münchner-Residenz und vieler Wolfratshauser Häuser verwendet.

Seit 1891 verkehrt die Isartalbahn zwischen München und Wolfratshausen. Die aufsteigende Großstadt München hinterließ Spuren durch Aufenthalte einiger Intellektueller. Einige prachtvolle Villen zeugen noch heute von der Gründerzeit. Viele Relikte von früheren Werkstätten zeigen den Wandel in die Neuzeit mit jetzt vielen innovativen Betrieben.

Nach dem 2. Weltkrieg siedelten sich viele Flüchtlinge in Walram und Geretsried an. 1961 wurde der bisherige Markt zur Stadt erhoben. Am 1. Juli 1972 entstand im Zuge der Gebietsreform aus den früheren Landkreisen Bad Tölz und Wolfratshausen der neue Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Mittlerweile hat Wolfratshausen 20.000 Einwohner.

Anschließend besuchten wir das daneben befindliche altbayerische „Gasthaus zum Löwenbräu“. In der hinteren Stube war für uns eingedeckt. Wir hatten genug Zeit für den persönlichen Gedankenaustausch. Alle fühlten sich wohl in der warmen Stube.