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Martinsholzerstr. 17a, 82335 Berg

Kommunalwahl 2026 – Vorschläge der CSU-Senioren an die Gemeinde Berg

(Gliederung entsprechend der Deggendorfer Erklärung der CSU-Senioren-Union)

Die älteren Bürgerinnen und Bürger prägen zunehmend die kommunale Struktur. Die Kommunen stehen in der Pflicht, Lebensräume zu schaffen, die auch den Bedürfnissen der älteren Generation standhalten und soziale, gesundheitliche, bauliche und digitale Aspekte berücksichtigen. Auch die ältere Bevölkerung steht vor vielen Herausforderungen.
Die CSU-Senioren-Union Berg nennt sieben Bedürfnisse an die zukünftige Gestaltung einer seniorengerechten Politik in Berg.
Die meisten aufgelisteten Punkte sind altersunabhängige Vorschläge.

  1. Kommunalpolitik muss dem demographischen Wandel Rechnung tragen:
    – Der Anteil älterer Menschen wird sich weiter verstärken. Die Strategien der Daseinsvorsorge müssen dieser Veränderung
    entsprechen. Die Kommunale Entwicklungsplanung in Berg muss altersfreundlich und generationengerecht vom
    Gemeinderat erarbeitet und in Handlungsempfehlungen umgesetzt werden.
  2. Dem Bedarf an altersgerechten (barrierearmen oder barrierefreien) Wohnungen entsprechend erstellen und die Versorgungsstruktur anpassen:
    – Barrierefreies Wohnen ist zu fördern und aktiv anzugehen.
    – Die Wohnortnahe Versorgungsstruktur (Ärzte, Apotheken, Einkaufsmöglichkeiten, soziale Dienste, Gaststätten und
    Gymnastikmöglichkeiten) muss sichergestellt bzw. geschaffen werden.
    – Auch Kleinigkeiten wie Bänke mit Rückenlehne z.B. an der Apotheke, entlang der Martinsholzer Straße usw. dürfen nicht
    vergessen werden.
    – Hilfestellung bei Förderprogrammen für altersgerechten Umbau geben.
  3. Mobilität durch öffentliches Angebot sicherstellen
    – Der öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) muss ein Basisangebot zur Sicherstellung der Mobilität der älteren
    Menschen schaffen. Dazu gehören die Zugänglichkeit zu den Verkehrssystemen, die Linienführung, Taktdichte und Preisgestaltung. Mit dem X-Bus hat Berg ein gutes Basisangebot, das durch die Linien 961 und 975 ergänzt wird.
    Mit den neu entwickelten selbst fahrenden Kleinbussen, wie sie zur Zeit in Hamburg erprobt werden, entstehen zukünftig Einsatzmöglichkeiten, die besonders den Bedürfnissen der älteren Menschen entgegen kommen. Man könnte dann z.B. von Hause aus starten.
    – Wir müssen auch ohne Auto einkaufen können.
  4. Gesundheit und Pflege sind Schlüsselthemen für die ältere Generation
    – Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung. Es ist zu überlegen, ob ein Typ Ärztehaus (hier könnten auch die EDV-Probleme der Arztpraxen gemildert werden, da alle Praxen die gleichen Probleme haben) zur Verbesserung sinnvoll wäre. Berg hat keine Ärzte für Augenheilkunde oder Hauterkrankungen usw.
    – Ausbau der Pflegeangebote bei den ambulanten Pflegediensten und das betreute Wohnen.
    – Kurzzeitpflege, Tagespflege und stationären Einrichtungen mit dem Kreisverband ausbauen und den Pflegestützpunkt des Kreises nutzen.
    – Demenz-Netzwerke aufbauen zur Unterstützung, Schulung und Koordination von lokalen Angeboten für Menschen mit Demenz und deren Angehörigen.
  5. Soziale Teilhabe und ehrenamtliches Engagement breit ausbauen
    – Seniorenbeiräte sind eine wichtige Instanz zur Förderung der kommunalpolitischen Beteiligung älterer Menschen. Diese gibt es in Berg nicht und sollten installiert werden.
    – Die Gemeinde Berg hat zur Zeit keinen neutralen Raum für kleine Veranstaltungen (z.B. für politische Gruppierungen), um Vorträge anzubieten oder Zusammenkünfte zu halten. Der kleine Raum in der ehemaligen Gaststätte „Müller’s auf der Lüften“ fehlt.
  6. Kompetenz in digitalen Themen schaffen
    – Digitale Teilhabe fördern: Ältere Menschen benötigen gezielte Unterstützung beim Zugang zu digitalen Angeboten. Voraussetzung für digitale Bürgerdienste schaffen, indem der kleine Raum in der ehemaligen Gaststätte „Müller´s auf der Lüften“ mit EDV aufgerüstet wird, damit EDV-Kurse durch VHS auch in Berg möglich sind.
  7. Sicherheit und Schutz der älteren Menschen erhöhen
    – Die Kriminalprävention auf kommunaler Ebene ist besonders wirksam: Schutz vor Betrug (z. B. Enkeltrick, Fake-Polizei), besonders im Alter, durch Information, Aufklärung und Schulungen (es fehlt wieder der Raum).
    – Der Katastrophenschutz muss verstärkt werden: Vorsorge erarbeiten, Versorgung und Information auch für älterer Menschen bei Hitze, Stromausfällen, Starkregen usw. müssen von den Kommunen ausgebaut werden.

    CSU-Senioren-Union Berg
    Vors. Dr. K. Vinzens
    17.11.2025